TEXTE

HIER FINDEST DU bald alle LIEDTEXTE MEINER CD'S "NABEL" UND "FLEISCH & BLUT"

Nabel

NABEL
Unser Nabel scheint der Mittelpunkt der Welt zu sein.
Unser Nabel scheint der Mittelpunkt der Welt zu sein.

Schlaf ich ein, schläfst du auch?
Oder was machst du in meinem Bauch?
So viele Fragen, wie Sterne am Firmament.
Und eine Antwort die nur Eine kennt.

Unser Nabel scheint der Mittelpunkt der Welt zu sein.
Unser Nabel scheint der Mittelpunkt der Welt zu sein.

Die Welt ist ein schöner Ort.
Die Welt ist ein guter Ort.
Die Welt ist ein schöner Ort.
Die Welt ist ein guter Ort.

Text & Copyright by: Ninotschka / Nina Lyne Gangl

DAS KRANTIER
Das Krantier bewegt sich in der Luft.
Ob es Füße oder Flossen oder Räder hat, das weiß ich nicht.
Frisst es die Teilchen die in der Luft fliegen und kleben bleiben auf heißem Metall?
Oder holt es sich seine Nahrung hoch oben von den Sternen im All?

Es ist groß und orange im Himmel aufgehängt.
Ich kann nicht sehen wo es endet und wo es anfängt.
Es lebt in den Wolken zwischen Häuserrändern und dem All,
es sieht von oben auf die Stadt, von jetzt bis übermorgen,
und von gestern bis zum Urknall.
Tarata dada dada dada tarada,
tarata dada dada dada tarada.

Kurz ist es weg hat es die Wolke verschluckt?
Oder hat es sich ganz einfach nur kurz geduckt?
Sollte ich aufhören, mich besinnen,
und nicht von übernatürlich großen, im Himmel schwebenden Krantieren singen ?!
Jetzt ist es wieder da, ich denke innerlich Hurra! An diesem lauwarmen Frühlingstag.
Ich schau dem Krantier nach und frage mich ob es mich mag,
ich denk da gibt es eine ganz spezielle Verbindung.
Es sieht mich an und winkt mir zu, und lächelt in seinem Wolkenflug.
Krantier was bist du nur für eine außerordentliche Erfindung.

Du bist groß und orange im Himmel aufgehängt.
Ich kann nicht sehen wo du endest und wo du anfängst.
Du lebst in den Wolken zwischen Häuserrändern und dem All,
du siehst von oben auf die Stadt, von jetzt bis übermorgen,
und von gestern bis zum Urknall.
Tarata..
Zwischen den Häuserrändern meines Städtischen Balkons,
begegne ich dem Krantier, jetzt bin ich schon gewohnt.
Es hat sich in den Himmel meiner Gedanken aufgehängt,
und sich dort ganz friedlich in den Vordergrund gedrängt..

Es ist groß und orange im Himmel aufgehängt.
Ich kann nicht sehen wo es endet und wo es anfängt.
Es lebt in den Wolken zwischen Häuserrändern und dem All,
es sieht von oben auf die Stadt, von jetzt bis übermorgen,
und von gestern bis zum Urknall.
Tarata ...


Text & Copyright by: Ninotschka / Nina Lyne Gangl



Die große Fahrt

Zwischen Dünen und im Wind wiegenden grünen Gräsern
laufen wir herum und spielen Fangen und Pirat. 
Machen kühne Akrobatik auf den toten Stämmen
die da liegen wie gestrandete Schiffe im Sand.

Und dann breitest du die Arme aus die plötzlich Segel werden
und mit tosenden Gebärden stehst du da.
Ich lauf herum und sammel’ Äste, such nach Steinen und Gebeinen,
sammel’ Proviant für unsre große Fahrt.

Je hui jehe hui gugu gugu gu oh
Je hui jehe hui gugu gugu gu oh

Die Kompassnadel dreht sich und die Haare weh’n im Wind,
unser Ziel das ist der Horizont.
Ich steh am Steuer und mit einem Aug im Fernglas hoffe ich,
dass der Sturm von Westen uns doch noch verschont.
Und in der Zwischenzeit da hängst du hoch am Mast,
ein umfunktionierter Ast auf unsrem großen, alten Schiff.
Von dort oben siehst du’s toben, siehst die Wellen wie sie wogen,
und verständigst mich mit einem lauten Pfiff.

Je hui..

Auf dichten, kalten Regen wie Stiche auf der Haut,
folgt warmer, vertrauter Sonnenschein.
Wir springen in den Ozean und machen Rast an Deck,
du schenkst uns was zum trinken ein.
Und wenn die Müdigkeit uns übermannt und’s dunkel wird
schlafen wir unterm Sternenzelt.
Erzählen uns Geschichten bis einer grunzend schnarcht
und träumen uns ans Ende der Welt.
Und träumen uns ans Ende der Welt.

Je hui..

Text & Copyright by: Ninotschka / Nina Lyne Gangl

Mein Gebet

Der Nebel ist rot,
die Lippen stumm,
die Beine schwer,
ich kann nicht mehr:
Lügen, dass es nicht so ist,
mein Blut, ein Tabuthema ist.
Es tut weh, die Sterilität.
Der Glaube an Reinheit:
Ein absurdes Gebet.

Der Nebel ist rot,
die Lippen stumm,
die Beine schwer,
komm doch mal her.
Schau, wie ich zyklisch bin,
verwoben in ein größeres Netz
aus Sinn und geborgen sein.
Mein Blut schließt alles mit ein.

Der Nebel ist rot,
die Lippen stumm,
die Beine schwer,
Ich will noch mehr.
Starke, blutende Frauen
die sich in ihre Schönheit trauen.
Schönheit, nicht von Werbung gemacht.
Ich meine die Schönheit der Eigenmacht.
Der Nebel ist rot,
die Lippen sind rot,
die Beine sind rot,
das ist mein Gebet.


Text & Copyright by: Ninotschka / Nina Lyne Gangl